Dienstag, 9. April 2013

Der Sinn des Lebens

"I know i would apologize if i could see your eyes
'Cause when you showed me myself, you know, i became someone else"
Joseph Arthur - In the sun

Ja, ich bin vielleicht noch keine 30 oder 40 Jahre alt, aber trotzdem, glaube ich einiges gelernt zu haben, was das Leben betrifft und über das "um was es im Leben wirklich geht". Vielleicht würde böse Zungen jetzt behaupten, mir fehle es an Lebenserfahrung oder ich hätte mich zu wenig mit berühmter Literatur oder Religionen befasst um zu wissen wovon ich rede, wenn ich sage, dass ich überzeugt davon bin, einen Sinn für das menschliche Dasein gefunden zu haben, der nichts mit der Erfüllung eines göttlichen Planes oder der Gründung eines großen Staates zu tun hat. 
Meiner Meinung, oder besser meiner Hoffnung nach, besteht der Sinn, oder mein Sinn, wenn ihr es so wollt, in etwas ganz einfachem. Etwas, dass ich für mich bestimmt habe und nachdem ich lebe.
Ich habe die Theorie, dass der Sinn unseres Lebens schlicht und einfach darin besteht, in seinem Leben, wenigstens einen anderen Menschen glücklich zu machen. 
Anderen Menschen einfach mal ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, oder ihnen eine Freude zu machen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, sondern einfach um ihnen zu zeigen, dass man sie mag oder einfach um jemanden den Tag ein kleines bisschen schöner zu machen. 
Was ist da schon dabei? Ein paar nette Worte? Ein kleines Lächeln?
Leider aber leben wir in einer sog. "Ellenbogen-Gesellschaft", wie ich es jetzt einfach mal nennen würde. Man kann jetzt natürlich Theorien aufstellen, inwiefern das mit unserem Gesellschaftlichen System, dem Kapitalismus zusammen hängt und inwiefern nicht, aber darauf möchte ich hierbei jetzt gar nicht eingehen, sondern eher darauf, dass es vielen Menschen eben leider nur um sich selbst geht, was aber natürlich auch nicht nur deren Schuld ist. So etwas kann natürlich viele Ursachen haben, da wir Menschen in unseren Verhaltensweisen von den unterschiedlichsten Dingen, wie unserem Umfeld und unserer Erziehung geprägt werden. Also, soll das hier kein Finger zeigen und anschuldigen sein, sondern lediglich eine Art Beschreibung menschlichen Verhaltens. Ich selbst schließe mich da nicht aus. Auch ich gehe ab und an an obdachlosen Menschen vorbei, ohne Reaktion zu zeigen. Auch ich rede an manchen Tagen viel lieber von mir selbst, als mir die Probleme andere anzuhören und manchmal hasse ich den Rest der Welt. 
Ich bin jedoch der Meinung, dass dies eben aufgrund unsere heutigen Welt ein fast natürliches Verhalten ist und dieser Text soll niemanden angreifen, sondern lediglich meinen Standpunkt und meine Theorie erläutern.
Natürlich, ist es eine utopische Vorstellung dieses Verhalten von heute auf morgen komplett umzuwerfen und aus der Menschheit eine liebevolle und auf das Wohl Aller fixierter Gesellschaft zu machen, jedoch denke ich, dass man einzelne, wenn auch sehr kleine Schritte in die richtige Richtung gehen kann. Ein kleines Lächeln, ein nettes Wort und wenn es auch nur ein einziges ist, kann manchmal große Dinge bewirken und vielleicht sogar eines Tages ein Leben verändern. Wir wissen schließlich nie, welche Ereignisse unsere Taten auf Dauer für Folgen mit sich bringen. 
Ich persönlich weiß nicht, ob ich immer die Kraft dazu habe, so zu leben, aber ich habe es mir vorgenommen und werde es auf jeden Fall versuchen.
Und ich habe auch die Hoffnung, dass du, wer immer du auch bist, der das hier liest, sich vielleicht ebenfalls ein paar Gedanken dazu macht und vielleicht... vielleicht dasselbe versucht.
Vielleicht ist es falsch, wenn ich versuche in meinem Leben nur auf mein Herz zu hören und nur zu tun was mich glücklich macht anstatt die viel besungene "Vernunft" walten zu lassen. Vielleicht verurteilen mich Andere dafür, aber ganz ehrlich, wen juckt schon was die Andern denken...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen